Anthropic hat Claude AI um eine „Styles“-Funktion erweitert. Damit legen Nutzer den Kommunikationsstil der KI selbst fest: Sie wählen vorab einen formellen, knappen oder erklärenden Modus oder laden eigene Beispiele hoch. Diese Personalisierung unterscheidet Claude von Konkurrenten wie ChatGPT und Gemini, die bei einem einzigen Gesprächsstil bleiben. Anthropic betont den Datenschutz: Hochgeladene Inhalte würden nicht zum Training der eigenen Modelle verwendet. Dass Unternehmen wie GitLab die Funktion früh einsetzen, spricht dafür, dass sie Geschäftsprozesse vereinfachen und eine einheitliche Markenstimme sichern kann.

Anthropics „Styles“-Funktion
Mit der neuen „Styles“-Funktion von Anthropic können Nutzer einstellen, wie der KI-Assistent Claude kommuniziert. Das könnte den Markt für Unternehmens-KI deutlich verändern, denn die Funktion trifft den wachsenden Bedarf an KI-Werkzeugen, die anpassungsfähig und benutzerfreundlich sind:
- Antwort auf den Bedarf an Anpassung in der Unternehmens-KI: Nutzer können den Antwortstil von Claude voreinstellen (formell, knapp, erklärend) oder mit hochgeladenen Beispieltexten eigene Antwortmuster anlegen. Für Unternehmen könnte das entscheidend sein, denn unterschiedliche Situationen verlangen unterschiedliche Kommunikationsstile.
- Strategischer Schwenk zur Nutzererfahrung: Während Konkurrenten wie OpenAI und Google auf Leistung und Modellgröße setzen, stellt Anthropic Anpassungsfähigkeit und Nutzererfahrung in den Vordergrund. Das ist entscheidend, weil der KI-Markt reifer wird und sich der Schwerpunkt auf die praktische Umsetzung verlagert.
- Chancen für eine breitere Nutzung in Unternehmen: Der frühe Einsatz bei Unternehmen wie GitLab zeigt vielversprechende Ergebnisse. GitLab nutzt die Funktion für verschiedene Aufgaben, darunter das Schreiben von Business Cases, das Aktualisieren von Dokumentation und das Erstellen von Marketingmaterial.
- Schwerpunkt Datenschutz: Anthropic sichert Nutzern zu, dass hochgeladene Daten nicht zum Training der eigenen Modelle verwendet werden. Das ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, vor allem für Unternehmen, die sich um den Datenschutz sorgen.
- Geplanter Ausbau und weitere Unternehmensfunktionen: Anthropic will die Funktion ausbauen und Claude über verschiedene Branchen und Arbeitsabläufe hinweg effizienter und benutzerfreundlicher machen. Das deutet darauf hin, dass der Fokus auf Funktionen für den Unternehmenseinsatz liegt.
- Möglicher Standard für KI-Kommunikation: Weil sich der Kommunikationsstil über alle KI-Interaktionen hinweg einheitlich halten lässt, wird Claude für große Organisationen zu einem nützlichen Werkzeug. Es könnte helfen, beim Einsatz von KI die Markenstimme und die Standards der Unternehmenskommunikation zu wahren.
Herausforderungen und offene Punkte
- Zum Start eingeschränktes Teilen im Team: In der ersten Version lassen sich Styles nicht im ganzen Team teilen, was den Nutzen für große Organisationen einschränkt. Anthropic wird das aber wahrscheinlich in künftigen Updates nachholen.
- Abhängigkeit von hochgeladenen Inhalten: Wie gut eigene Styles funktionieren, hängt von der Qualität der hochgeladenen Inhalte ab. Schlecht gewählte Beispiele können zu uneinheitlichen oder ungenauen Antworten führen.
Die Auswirkungen insgesamt
Anthropics „Styles“-Funktion ist eine bedeutende Entwicklung, die verändern könnte, wie Unternehmen KI nutzen. Mit dem Fokus auf Anpassung, Nutzererfahrung und Datenschutz ist sie ein starker Anwärter im Markt für Unternehmens-KI. Ob die Funktion Erfolg hat, hängt davon ab, ob Anthropic die versprochenen weiteren Unternehmensfunktionen liefert und die Bedienung benutzerfreundlich bleibt.
Aus dem Englischen übersetzt: zum Originalbeitrag