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Tag-basiertes Prompting für bessere Ergebnisse

Large Language Models (LLMs) haben uns damit verblüfft, dass sie Texte in menschlicher Qualität schreiben, Sprachen übersetzen und komplexe Fragen beantworten. Was aber, wenn sie etwas leisten sollen, das außerhalb ihres allgemeinen Wissens liegt, etwa die Eigenschaften eines Proteins vorhersagen oder ein streng strukturiertes technisches Dokument übersetzen? Dafür gibt es tag-basiertes Prompting.

Stellen Sie sich nun vor, Sie könnten einem LLM gezielte Anweisungen und Kontext mitgeben, so als würden Sie seinen Wortschatz um neue Wörter erweitern, damit es spezialisierte Fachgebiete versteht und dort gute Arbeit leistet. Tag-basiertes Prompting macht genau das. Anwender können damit fach- oder aufgabenspezifische Informationen direkt in die Eingabe einfügen, und LLMs können dann:

  • komplexe wissenschaftliche Sprache und Notationen entschlüsseln: Tag-basiertes Prompting erschließt das Potenzial von LLMs für wissenschaftliche Entdeckungen, vom Verstehen von Proteinsequenzen bis zur Verarbeitung chemischer Formeln.
  • streng strukturierte Dokumente bewältigen: Markup-Tags bleiben bei der Übersetzung intakt, und technische Dokumente werden dadurch genau und einheitlich übersetzt.
  • Aufgaben erledigen, die sie nicht ausdrücklich gelernt haben: Mit einer geschickten Kombination aus Domain- und Function-Tags können Sie LLMs zu neuen, bisher unbekannten Aufgaben anleiten, etwa zur Vorhersage der Synergie zwischen zwei Medikamenten, einer Aufgabe mit praktischer Bedeutung für die Arzneimittelforschung.

Tag-basiertes Prompting schlägt also eine Brücke zwischen dem umfangreichen Allgemeinwissen von LLMs und den differenzierten Anforderungen spezialisierter Aufgaben. Es bietet ein Maß an Kontrolle und Anpassungsfähigkeit, das herkömmlichen Prompting-Methoden fehlt, und so lässt sich die Leistung von LLMs für ein breiteres Spektrum an Anwendungen wirklich nutzen.

Wie funktioniert tag-basiertes Prompting?

Tag-basiertes Prompting ist eine Technik, mit der sich Large Language Models (LLMs) für spezialisierte Aufgaben anpassen lassen, indem die Eingabe zusätzliche Informationen enthält. Diese Informationen werden als „Tags“ kodiert, ähnlich wie neue Wörter im Wortschatz des LLM. Das Hauptziel ist, dass das LLM Aufgaben außerhalb seines ursprünglichen Trainingsbereichs besser versteht und bewältigt. Besonders nützlich ist das bei Aufgaben in spezialisierten oder technischen Fachgebieten, deren Sprache in den Trainingsdaten des LLM kaum vertreten ist, bei Aufgaben mit nicht sprachlichen Daten und bei der Übersetzung strukturierter Dokumente. Im Grunde werden dabei zwei Arten von Tags hinzugefügt:

● Domain-Tags: Sie markieren den Beginn spezialisierter Daten in der Eingabe und liefern allgemeine Informationen über das Fachgebiet der Aufgabe. Beispiele sind Tags für Sprachen wie Französisch oder für Fachgebiete wie „Proteinsequenz“. Sie wirken als Kontextumschalter, mit denen sich das LLM rasch auf verschiedene Fachgebiete einstellen kann.
● Function-Tags: Sie kodieren konkrete Anweisungen für die Aufgabe, die das LLM ausführen soll. Ein Function-Tag kann zum Beispiel „Übersetzung“ oder „Vorhersage der Bindungsaffinität“ signalisieren. Diese Tags sagen dem LLM also, was es mit den erhaltenen Eingabedaten tun soll.
Function-Tags: Sie stehen normalerweise am Ende der Eingabesequenz, damit sie sowohl die spezialisierten Daten als auch die Domain-Tags berücksichtigen können.

Vorteile von tag-basiertem Prompting

  • Bessere Leistung: Gezielte Informationen zu Fachgebiet und Aufgabe können dem LLM helfen, spezialisierte Informationen besser zu verarbeiten. Das verbessert Genauigkeit und Effizienz.
  • Zero-Shot-Generalisierung: Mit tag-basiertem Prompting können LLMs Aufgaben ausführen, für die sie nicht ausdrücklich trainiert wurden, indem Domain- und Function-Tags auf neue Weise kombiniert werden. Das ermöglicht der modulare Aufbau von tag-basiertem Prompting.
  • Modularität und Wiederverwendbarkeit: Weil Domain- und Function-Tags getrennt sind, lassen sie sich gut wiederverwenden und anpassen. Neue Tags können Sie schrittweise ergänzen, und bestehende Tags lassen sich für neue Aufgaben und Fachgebiete kombinieren.
  • Feine Steuerung: Tags erlauben eine genauere und feiner abgestufte Kontrolle über das Verhalten des LLM als herkömmliche Prompting-Methoden. So lässt sich die Ausgabe des Modells feiner justieren, und bestimmte Aufgaben gelingen besser.

Beispiel:

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Sie sind ein erfahrener Autor von Tech-Artikeln zum Thema Prompt Engineering.
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Schreiben Sie einen Blogbeitrag über die Grundlagen des Prompt Engineering.
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Professionell.
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<note>
Achten Sie darauf, dass er auf die Erstellung schriftlicher Inhalte zugeschnitten ist.
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Fazit

LLMs reagieren auch bei tag-basiertem Prompting empfindlich darauf, wie Prompts formuliert sind. Die Tags müssen Sie deshalb sorgfältig entwerfen und testen, um eine optimale Leistung zu erreichen. Insgesamt ist tag-basiertes Prompting ein vielversprechender Ansatz, um die Fähigkeiten von LLMs zu erweitern, sie beim Bearbeiten spezialisierter Aufgaben und beim Erstellen von Prompt-Vorlagen für bestimmte Fachgebiete wirksamer zu machen.

Foto von Google DeepMind

Aus dem Englischen übersetzt: zum Originalbeitrag

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