Generative AI

Generative KI: das unbekannte Unbekannte

Generative KI ist das Marmite der Technikwelt: Man liebt sie, man fürchtet sie, oder man weiß nicht, was das überhaupt ist. Diese KI-Zauberei malt Bilder und schreibt Nachrichtenartikel, krempelt ganze Branchen um und rührt kräftig im Topf der öffentlichen Meinung. In einer aktuellen Studie haben die Schlauköpfe der Universität Oxford seziert, wie die Leute in sechs Ländern (Argentinien, Dänemark, Frankreich, Japan, Großbritannien und den USA) generative KI wahrnehmen und nutzen. Schnallen Sie sich an, wir sehen uns die Ergebnisse an, die etwas Licht auf diesen Techno-Tango werfen.

Generative KI: bekannt, aber selten genutzt

Zuerst bestätigt die Studie, dass ChatGPT der Rockstar unter den generativen KI-Tools ist: 50 % der Menschen in diesen Ländern haben davon gehört. Aber jetzt kommt’s: Trotz dieser relativen Berühmtheit ist regelmäßige Nutzung so selten wie die Sichtung eines Einhorns. Nur 1 % der japanischen Nutzer verwendet es täglich, die Amerikaner sind mit 7 % etwas begeisterter.

  • Schon davon gehört: ChatGPT führt bei der Bekanntheit die Charts an
  • Tägliche Nutzer: spärlich, mit Japan bei 1 % und den USA an der Spitze mit 7 %.
  • Nutzung insgesamt: Viele haben es probiert, aber nur wenige bleiben dabei.
Bekanntheit generativer KI in der Öffentlichkeit
Bekanntheit generativer KI in der Öffentlichkeit

Interessanterweise gibt es einen Graben zwischen den Generationen. Mehr als die Hälfte (56 %) der 18- bis 24-Jährigen hat ChatGPT schon ausprobiert, in der Altersgruppe 55+ haben nur 16 % eine Runde damit gedreht. Und vergessen wir nicht die 20 bis 30 % der Bevölkerung, die von überhaupt keinem KI-Tool gehört haben und selig unter ihrem analogen Stein leben.

Was KI in den verschiedenen Bereichen bewirkt

Wo erwarten die Leute nun, dass generative KI Spuren hinterlässt? Achtung, Spoiler: überall. Von der Politik bis zur Wissenschaft stellen sich die Menschen auf deutliche Veränderungen ein, wobei Wissenschaft und Nachrichtenmedien die größten Auswirkungen spüren dürften (66 % erwarten hier einen großen Umbruch).

  • Bereiche mit großen Auswirkungen: Wissenschaft (66 %), Nachrichtenmedien (66 %), Politik (51 %).
  • Vertrauen: Wissenschaftlern und medizinischem Fachpersonal traut man einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zu (rund 50 % vertrauen ihnen), aber Social-Media-Konzernen, Politikern und Nachrichtenmedien? Eher nicht (weniger als ein Drittel vertraut diesen Herrschaften).

Während man der KI in Wissenschaft und Medizin also einiges zutraut, ist die Skepsis bei Social Media und Politik beträchtlich. Keine Überraschung: Ärzten vertrauen die Leute mehr als Politikern, wer hätte das gedacht.

Generative KI in der Redaktion: Freund oder Feind?

Beim Journalismus bewegt sich das Publikum wie auf rohen Eiern. Laut Studie könnte KI Nachrichten zwar billiger und aktueller machen, sie gilt aber auch als weniger vertrauenswürdig und transparent.

  • Aktuelle Nutzung: Viele glauben, dass Journalisten KI bereits zum Redigieren (43 %), für Schlagzeilen (29 %) und sogar für Artikelentwürfe (27 %) einsetzen.
  • Vorlieben: Mit Nachrichten aus Menschenhand fühlen sich die Leute meist wohler, vor allem bei harten Themen wie internationalem Geschehen und Politik.
  • Kennzeichnung: Der Wunsch nach Transparenz ist groß. Die überwiegende Mehrheit will, dass KI-generierte Inhalte klar gekennzeichnet werden, besonders bei wichtigen Aufgaben wie dem Schreiben von Artikeln (47 %).

Wie wohl man sich dabei fühlt, hängt auch vom Thema ab. Von KI geschriebene Texte sind bei weichen Themen wie Mode und Sport leichter verdaulich, bei der Politik aber fällt das Wohlbefinden schneller als ein Stein.

Fazit

Die Oxford-Studie zeichnet ein vielschichtiges Bild davon, wie die Öffentlichkeit generative KI wahrnimmt. Bekannt ist sie einigermaßen, zur Routine geworden ist sie sicher nicht. Optimismus und Skepsis mischen sich bei der Frage, was KI bewirkt, und in manchen Bereichen gibt es erhebliche Vertrauensprobleme. Im Journalismus gibt es zwar eine gewisse Akzeptanz, aber auch den klaren Ruf nach Transparenz und menschlicher Aufsicht.

Während sich generative KI weiterentwickelt, wird es darauf ankommen, diese Probleme bei Vertrauen und Transparenz anzugehen. Ob Sie Technikfan, vorsichtiger Beobachter oder digitaler Einsiedler sind, eines ist sicher: Generative KI bleibt, und ihr Tanz mit der öffentlichen Meinung hat gerade erst begonnen.

Aus dem Englischen übersetzt: zum Originalbeitrag

Gestalten Sie die Zukunft Ihres Unternehmens mit KI

Tauchen Sie ein in unsere spannenden Workshops und rüsten Sie Ihr Team mit den Werkzeugen und dem Wissen aus, um im Zeitalter der KI führend zu sein.

Kontaktieren Sie uns
Scroll to top